Dialog durch Kunst in Sarajewo

Start des SMART-Projektes (Abkürzung für Social media and Art) war Ende April in Sarajewo. Dort kamen 40 Teilnehmer der 8 Partnerorganisationen (D, IT, Bosnien, Albanien, Montenegro, Mazedonien und Kosowo) für eine Woche zusammen.

 

 

Das Projekt will Jugendarbeiter aus verschiedenen kulturellen und nationalen Hintergründen zusammenbringen, damit sie von ihren jeweiligen guten Beispielen lernen und sich über die soziale Inklusion von Minderheiten austauschen können. 

 

 

Eine der italienischen Teilnehmerinnen stellte den historisch-politischen Hintergrund des Konfliktes in dieser Region vor und lieferte den Teilnehmern der beteiligten Länder nützliches Hintergrundwissen, um bestehende Vorbehalte, Spannungen und kulturelle Barrieren besser verstehen und einordnen zu können.

In Kleingruppen haben die Teilnehmer dann Elemente erarbeitet, die sie für den interkulturellen Dialog als wichtig und hilfreich erachten und vertiefen möchten.

 

 

Da es im Projekt auch darum geht, die Kunst als ein Vehikel zum interkulturellen Dialog zu entdecken und nutzbringend einzusetzen, erhielten die Teilnehmer Gelegenheit, in verschiedenen Kreativ-Workshops (Fotographie, Video, Malen/Zeichnen) zum Teil erste Erfahrungen mit einer Kunstdisziplin zu sammeln oder mit bereits vorhandenen Kentnissen und Fähigkeiten neue kulturelle Brücken zu schlagen. Die kreativen Ergebnisse wurden dann in der städtischen Kunstakademie ausgestellt.

 

 

"Wir haben viel gelacht und waren immer wieder verblüfft, wie schnell man sich durch das gemeinsame Tun, durch kreative Prozesse, in die man die anderen involviert, näher kommt", erzählt Mark Müller vom Starkmacher, der das Projekt organisatorisch begleitet hat.

 

 

Nach der Massenexekution in Srebrenica wurden von 2007 bis 2012 die identifizierten Leichen in einzelnen Gräbern beigesetzt.
Gelände des früheren niederländischen Bataillons (Dutchbat) in Potočari. Hier sammelten sich am 11./12. Juli 1995 Tausende bosniakische Flüchtlinge und wurden später exekutiert.

Eine sehr wichtige und einschneidende Etappe der fünftägigen Begegnung war der Besuch in Srebrenica. "Natürlich sagte uns allen der Name etwas, man hatte von dem grauenvollen Genozit gehört, gelesen, vielleicht Bilder gesehen. Aber das dort vor Ort zu sehen, sich bewusst zu machen, dass das zu unseren Lebzeiten geschehen ist und nicht lang vor unserer Zeit, das hat uns alle sehr betroffen gemacht." erzählt Mark.

 

 

Teilnehmerin Valeria Piccoze schreibt anschließend:

"Ich fand die Erfahrung in Sarajewo sehr wertvoll. Es war super schön, mit anderen Kulturen in Kontakt zu treten und mit so vielen Menschen zusammen zu arbeiten und das gleiche Ziel zu verfolgen.
Besonders interessant war für mich der Ausflug nach Srebrenica!
Auch die verschiedenen Workshops waren sehr gut. Insgesamt war das eine echt wunderschöne und sehr intensive Woche und ich vermisse die Zeit schon jetzt".

 

 

Nach dem Auftakt geht es jetzt weiter mit Schulungen zu den Themen Projektmanagement, Fundraising und Ermittlung von Fördermöglichkeiten sowie einem Kurs zur professionellen Vorbereitung von Jugendevents.

 

 

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