Kreativ und kommunikativ in Ungarn

Mitte Mai trafen sich im ungarischen Budapest knapp 40 Teilnehmer aus 9 Ländern zum Abschluss des zweijährigen Projektes ComART. Die EU-geförderte Lernpartnerschaft brachte 11 Partnerorganisationen unter dem Thema "Kunst und Kommunikation" zusammen und bot Plattformen für Austausch über eigene Projekte, kreatives Miteinander-Arbeiten und schuf neue Netzwerke.

 

Bei der Abschlusskonferenz wollte man Bilanz ziehen zu den Fragen

  • Erfahrungen aus dem Projekt (persönlich und als Organisation)

  • Impulse für die eigene Arbeit auf lokaler Ebene

  • Pflege und Ausbau des Netzwerkes

Dabei ging es um unterschiedliche Reflektions- und Wirkungsebenen: die Ebene der (Aus)Wirkung auf die eigene Organisation, Elemente der Mitgestaltung der umgebenden Gesellschaft sowie neue Erkenntnisse und anstehende Schritte im Bezug auf Europa und unser Zusammenleben.

 

In einer kreativen Übung etwa wurden unterschiedliche Brückenenden als Schattenbilder an Wäscheleinen gestaltet und dabei auch die Farb- und Lichtkontraste in die dreidimensionale Wirkung mit einbezogen. Das ergab sehr bildhafte Rückschlüsse auf die Beziehungen und das Miteinander in Europa zumal in Budapest, der symbolträchtigen Stadt der Donaubrücken.

Und natürlich durfte ein bunter Volkstanzabend nicht fehlen, an dem Einheimische alle Teilnehmenden zum Mittanzen einluden!

 

Kinga Koncz, Mitarbeiterin eines Budapester Museums, gab am zweiten Tag einen Einblick in die ungarische Kunst nach 1945. Im Anschluss wurde die Gruppe durch das "Haus des Terrors" geführt. Das wohl einzigartige Museum dieser Art soll der Opfer zweier Diktaturen gedenken, die Ungarn durchlebt und durchlitten hat. Viele von ihnen waren in den Mauern des heutigen Museums verhört, gefoltert und getötet wurde, da es unter beiden Diktaturen als Gefängnis und z.T. als Verhör- und Folterzentrale fungiert hatte.

 

 

Bilanz ziehen in Arbeitsgruppen

Am folgenden Tag gab es Gelegenheit zum Rückblick und Résümee aber auch zu Einblick in ungarische Kunst. Letzteres bot Andràs Simon, der mit seiner eigenwilligen Pinselstrich-Technik mit einem einzigen Pinselschwung zum Ausdruck bringen will, dass jedes Leben eine Botschaft in sich trägt. Spontan wurde für den Abend eine Soirée in seiner Galerie organisiert. Danach kam Gergő Jedlicska zu Wort, ein Budapester Architekt, der in der jüngeren Stadtplanung mitgewirkt hat. Er berichtete u.a. vom Projekt eines Marktplatzes, der mit Musik- und Kunstevents bewusst als Jugendtreffpunkt konzipiert worden war, um die Identifikation der jungen Generationen mit ihrer Stadt zu fördern.

 

 

Zur abschließenden "Art Night" hatte dann jede Partnerorganisation eine Collage zum Thema 'How is Europe - How are you?' vorbereitet und bereits fertig nach Budapest mitgebracht. In einem wunderschönen Theatersaal kamen die kreativen Kunstwerke gut zur Geltung und wurden von einem außergewöhnlichen Konzert umrahmt: Ortsansässige Musiker und Komponisten hatten Musikstücke und Videobeiträge vorbereitet und das Publikum bekam einen tiefen Einblick in Leben, Wirken und Werk der Künstler. Ein künstlerisch anregender, kreativ inspirierender und kulturell wertvoller würdiger öffentlicher Abschluss des Kongresses!

Projektseiten

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Medienprojekt "sICHtbar"
"Young people's business" für JungunternehmerInnen

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